Das Internet hat sich im letzten Jahrzehnt rasant entwickelt und immer neuere, erstaunlichere und großartige Dinge hervorgebracht. Mit Plattformen wie Google oder Wikipedia ist es möglich, sich über eine Vielzahl von Themen genau zu informieren, Daten einzusehen, Fakten zusammen zu tragen und Recherchen anzustellen. Doch gleichzeitig taten sich auch immer mehr Möglichkeiten auf, das Internet für kriminelle Machenschaften zu nutzen.

Schnell landet ein unerfahrener Internetuser, wie etwa ein Kind im Schulalter, auf Pornoseiten, mysteriöse Online Games oder Foren mit Gewalt verherrlichenden Inhalten. In Windeseile öffnen sich zahlreiche Popups auf dem Desktop, Programme werden automatisch installiert und Spyware nistet sich auf der Festplatte ein. Ein Geschehen, dass Cyber Nannys unterbinden können.

Diese agieren als zwei unterschiedliche Funktionen. Eine echte, menschliche Cyber Nanny durchforstet das Netz tagtäglich nach gefährlichen und fragwürdigen Inhalten. Sie gibt harmlos erscheinende Begriffe, wie etwa „Bunnychecker“, „Schulmädchen“ oder „Arztbesuch“ in Suchmaschinen und als Schlagworte in Internetforen ein und überprüft die Aufmachung und Themen der so gefundenen Seiten. Sind diese in irgendeiner Form gesetzwidrig, leitet die Nanny ihre Berichte an die örtliche Polizei weiter, die sich dann um den Fall kümmern und die Seite bestenfalls aus dem Netz nehmen kann. So wird bestmöglich vermieden, dass Kinder auf Internetseiten stoßen, die wahrlich nicht für ihre kleinen Augen bestimmt sind.

Eine virtuelle Nanny ist eine Art Sicherheitsvorkehrung, die auf jedem Computer und Laptop installiert werden kann. Sie unterbricht automatisch die Verbindung zum Server, wenn bestimmte Schlagwörter wie „Gewalt“ oder „Mord“ auf den Seiten auftauchen. Auch kann sie den Zugriff auf vorher eingegebene Internetseiten verweigern. So ist es Eltern zudem möglich, ihren Sprösslingen Ego Shooter wie Counter Strike (ein Online Game, dass sich besonders unter jungen Spielern wachsender Begeisterung erfreut) nicht nur verbal zu verbieten, sondern sie durch den Einsatz der Cyber Nanny auch aktiv am Spielen zu hindern.